Geschichte

Vielen Male haben wir schon zusammen Feste gefeiert. In Bars, in Festzelten, in Restaurants oder im Freien. Für jedes dieser Feste musste jeweils ein mehr oder weniger grossen Aufwand betrieben werden, um Einrichtungen, Musik- und Lichttechnik zu organisieren und einzurichten. Im Winter 2010/ 2011 hatten Luki und Raphi die Idee, sich einen „Barwagen“ zu bauen, in welchem solche Festeinrichtungen stets bereit sind. Er sollte im Winter wie auch im Sommer und für Partys, aber auch für gemütliche Jassrunden oder gediegene Festessen geeignet sein. Da wir begeisterte Handwerker, Bastler und Tüftler sind, wollten wir dieses Vorhaben möglichst schnell in Angriff nehmen. Mit der Unterstützung unseres grossen Kollgegenkreises, welcher uns bei diesem Bauvorhaben fachtechnisch und mit helfenden Händen unterstützen kann, wollten wir diesen „Barwagen“ erstellen.
So machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Wagen. Schon bald wurde ein alter Fasnachtswagen gefunden. Es wurde uns aber schnell bewusst, dass dieser Wagen enorm viel Abänderungen und starke Eingriffe beim Chassis und der Grundkonstruktion benötigen würde. Glücklicherweise konnten wir aber schon bald einen besser geeigneten „alten Zirkuswagen“ finden, welcher für unser Vorhaben deutlich besser geeignet war.
Im Frühling 2011 begannen wir dann mit dem Bau. Zuerst musste die alte Konstruktion bis auf das Mettalgerippe entfernt werden. Bei diesem wurden dann Schwachstellen ausgebessert, kleine Änderungen vorgenommen und das Ganze mit einer Rostschutzgrundierung behandelt. Anschliessend konnte der Grundboden montiert, die Wände aussen und innen beplankt und der Laminatboden verlegt werden. Als nächstes konnten wir die Fenster und unsere eigenen Rückklappen montieren. Bis auf das Laminat konnten wir bei allen verwendeten Materialien Occasion- oder Reststücke verwenden. Dies ist auch sichtbar an den verschiedenen Materialien: Zum Beispiel an der Aussenseite des Wagens, der verschiedenen Fensterarten oder der unterschiedlichen Täferfarben. Das Täfer an der Decke des Wagens besteht aus heute zwei verschiedenen Farben. Der vordere Teil besteht noch aus dem ursprünglichen Material und wurde nach längeren Diskussionen im Wagen belassen und gibt ihm nun einen heimeligen und gemütlichen Charakter.
Natürlich wurde beim Bauen die Elektrizität nicht vergessen. Hier durften wir auf einiges Fachwissen und Unterstützung von ausgebildeten Fachkräften zurückgreifen, um heikle Details korrekt auszuführen. Nun können wir stolz sein auf unsere 27 Steckdosen auf 15m2 Grundfläche. So soll es in keinem Ecken an Steckdosen für Ladegeräte, Laptops oder Beamer fehlen. Der Barwagen kann von aussen her an jede normale Steckdose mi 230V angeschlossen werden.
Nach Abschluss der Hauptarbeiten, welche sich bis in den Sommer 2011 zogen, konnten wir ein Herzstück des Barwagens montieren. Das Barelement von Luki stellt ein Hingucker und Prunkstück im Barwagen dar. Leider war dieses noch zu klein für unsere Ideen und Wünsche. So ergänzten wir das Ganze mit einem eigenen Baranbau, bei welchem gleichzeitig ein Waschtrog mit Warm- und Kaltwasseranschlüssen integriert ist. Die Ablagen sind natürlich aus Buchen- Massivholz, um Abnützungen zu vermeiden und einen rustikalen, holzigen Style zu vermitteln. Weiter wurde der Haupteingang mit einer selbst erstellten, rollenden Treppe versehen, um bei langsamer Fahrt ein Ein- und Aussteigen zu ermöglichen.
Da der erste Einsatz schon im Spätsommer 2011 auf dem Programm stand, drängte die Zeit plötzlich und die Schlussarbeiten mussten vorangetrieben werden. Zum einen wurde der Wagen strassenverkehrstauglich mit Licht und den benötigten Markierungen versehen, zum anderen wurden weitere Hauptbestandteile im Wagen installiert. Die Sound- und Laseranlagen wurden in Betrieb genommen. Beim ersten Test konnten wir auch gleich die Rauchmaschine ausprobieren, welche dank der Laser und Lichtanlage eine unglaubliche Stimmung hervorzaubert.
Und kurz vor dem ersten Ernsteinsatz durften wir noch das Prunkstück einbauen, welches den Barwagen auch im an kalten Wintertagen zu einer gemütlichen geniess und Festlokalität verwandelt. Unser Holzofen durften wir von Bekannten aus einem Berghaus im Valsertal übernehmen und verleiht dem ganzen Wagen Charme und eine wohlige Wärme.
Auch nach dem ersten Ernsteinsatz wussten wir den idealen Namen für unser Barwagen leider noch nicht. Auch an der Einweihungsparty im November 2011 war es noch die „Namenlos- Bar“. Als wir uns aber wieder einmal im Wagen für eine Sitzung trafen, kam uns die Idee. Wir sind begeisterte Holzfans, was wir auch sichtbar gemacht haben. Weiter ist der Wagen natürlich fahrbar. Dies ergab für uns der ideale Name. Es war geboren, unser FahrHölzli.
Ein solcher Barwagen ist natürlich nie wirklich fertig und wird ständig erneuert und neues Zubehör wird angeschafft. Doch Bilder sprechen Worte und selber sehen überstrahlt noch alles. Also schau dir doch die Bilder auf unserer Homepage an oder komm vorbei und schau dir das FahrHölzli live an und geniesse es.